Archiv für den Monat: Mai 2010

Kritik an der Stadtverwaltung

Am Ortstermin des Anregungs- und Beschwerdeausschusses hatte die Stadtverwaltung die Teilnahme verweigert. Begründet hatte sie dies mit der Anwesenheit der Presse. Mitglieder des Ausschusses beklagten die Abwesenheit der Verwaltung. Die Grünen bezeichneten das Verhalten in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister Dirk Elbers als ungehörig. Die SPD kritisiert die Entscheidung als bürgerfern und kontraproduktiv.

Weitere Links:

Kommentar auf www.derwesten.de

Ortstermin Beschwerdeausschuss am 27.05.2010

Am 27.05 fand der Ortstermin des Anregung- und Beschwerdeausschusses in der Franklinstraße ohne Vertreter der Stadtverwaltung statt.  Die Verwaltung begründete die Absage mit der Anwesenheit der Presse.

Bereits der erste Termin wurde von der Stadtverwaltung – offiziell aus Termingründen – sehr kurzfristig abgesagt, der Termin wurde deshalb verschoben. Die erneute Absage der Stadtverwaltung stieß auf heftige Kritik.

Rheinische Post 21.05.2010

Am 21.05.2010 ist in der Rheinischen Post folgender Artikel veröffentlicht worden:

Franklinstraße: Neuer Termin für die Ortsbegehung

Pempelfort (ch) Die Stadt hat der Anwohner-Initiative „Pro Franklinstraße“ einen neuen Termin für eine Ortsbegehung mitgeteilt, nachdem die erste kurzfristig abgesagt worden war. Die neue Ortsbesichtigung soll nun am Donnerstag, 27. Mai, um 9 Uhr erfolgen.
Dann werden sich Mitglieder des Anregungs- und Beschwerdeausschusses mit Mitgliedern von „Pro Franklinstraße“ auf dem Gelände der Volkshochschule ebendort treffen. Dort können die Mitglieder der Initiative ihre Bedenken vorbringen. Sie wehren sich gegen einen Neubau auf dem VHS-Vorhof, wo eine Abend­realschule einen neuen Standort erhalten soll. Die Anwohner beklagen, dass damit ein städtebauliches Ensemble vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts zerstört werde. Die Stadt ist dagegen der Auffassung, mit dem Neubau werde eine Baulücke geschlossen.

Quelle: Rheinische Post Autorin: Christine Zacharias

Neues Logo

Wir haben ein neues Logo, das schon an einigen Fenstern hier in der Franklinstraße zu sehen ist. In hellem Gelb/Neongrün ist es auch von weitem klar erkennbar.

Rheinische Post 18.05.2010

Am 18.05.2010 ist in der Rheinische Post folgender Artikel veröffentlicht worden:

Pro Franklinstraße: Mit 1500 Unterschriften zum
Rathaus

Pempelfort (ch) Auch nach der kurzfristigen Absage einer Ortsbegehung seitens der Stadt bleibt die Anwohner−Initiative „Pro Franklinstraße“ aktiv. Rund 1500 Unterschriften hat die Gruppe inzwischen für ihr Anliegen gesammelt. Die Mitglieder wollen verhindern, dass an der Franklinstraße auf dem Hof vor dem
VHS−Gebäude ein Neubau für eine Abendrealschule errichtet wird. Nach ihrer Meinung würde damit ein historisches städtebauliches Ensemble zerstört. Zudem müssten acht an die 100 Jahre alten Platanen weichen.
Die Stadt argumentiert dagegen, dass mit dem Neubau eine Baulücke geschlossen werde. Die Initiative will nun Oberbürgermeister Elbers die gesammelten Unterschriften übergeben. Nach Angaben ihres Sprechers habe man bereits die mündliche Zusage für einen Termin beim OB. Ihr Anliegen hat die Gruppe zuletzt bei den Derendorfer Jonges vorgebracht, und auch beim ersten Pempelforter Stadtteilfest war „ProFranklinstraße“ vertreten. Inzwischen habe auch das Fachforum Lokale Agenda Unterstützung signalisiert.

Quelle: Rheinische Post Autorin: Christine  Zacharias

Rheinische Post 13.05.2010

Am 13.05.2010 ist in der Rheinische Post folgender Artikel veröffentlicht worden:

Jonges−Treffen: Bausünden einst und jetzt

Derendorf (ndr) Um Bausünden der Vergangenheit und der Zukunft ging es beim letzten Treffen der Derendorfer Jonges im Vereinshaus des BV 04. So ärgern sich Pempelforter Bürger über einen städtischen Bebauungsplan für die Franklinstraße. Dieser sieht vor, vor der Volkshochschule einen Neubau für eine Abendrealschule, das „Hermann−Harry−Schmitz−Weiterbildungskolleg“, und eine  Anwohnerquartiersgarage zu errichten.

Ralf Busch, der als Vertreter der Pempelforter Bürger die Jonges über die aktuellen Entwicklungen in dem Streit aufklärte, war empört: „Das Gebäude der VHS mit den historischen Platanen, dem ,Vorgarten’ und den Häuser bildet eine Einheit, die so nicht mehr zu finden ist.“ Dass Bäume gefällt, eine Tiefgarage gebaut und die Einheit zerstört würde, bezeichnet er drastisch als eine „Kastration der Franklinstrasse“. Warum die Bürger sich so gegen einen Neubau wehrten, sei schließlich der „besonderen Geschichte“ der Baulücke geschuldet. Die beiden gegenüberliegenden Vorhöfe seien nämlich vor etwa hundert Jahren architektonisch bewusst konzipiert worden und deshalb auch „denkmalwürdig“, so Busch.

Auch bei Pfarrer Carsten Bierei, der an diesem Abend über das 100−jährige Bestehen der Kreuzkirche referierte, ging es um Bausünden, in diesem Fall 70er−Jahre. Damals hatte man in der Kirche den Original−Altar von 1910 entfernt, das Gewölbe abgehängt und „lila“ Stühle aufgestellt. „Vielen Menschen tut das heute weh“, resümierte der Pfarrer. „Damals wurde der Kirche Originalität genommen. Bei der Franklinstraße lässt sich so etwas noch vermeiden“, verwies Busch auf den Handlungsbedarf der Bürger deutlich.

www.pro−franklinstrasse.de

Quelle: Rheinische Post Autorin: Kathrin Dreckmann

Schulstandort statt Wohnquartier

Die FDP hat in einem Brief an die Bürgerinitiative hervorgehoben, dass sie den „Schulstandort in der Franklinstraße stärken“ möchte.  Eine überaus wohlklingende Bezeichnung für

  • eine weitere bauliche Verdichtung der ohnehin schon engen Bebauung
  • die Verdoppelung der Anzahl erwachsener Schüler von 500 auf 1000!!
  • eine Verschärfung der Verkehrssituation trotz Tiefgarage für die Anwohner

Die Franklinstraße als Wohnquartier scheint für die FDP keine Rolle zu spielen, denn darauf wird in dem Schreiben lediglich eingegangen, indem die Tiefgarage als Maßnahme gegen „wildes Parken“ genannt wird. Schade, denn Bürgerinitiative und Anwohner nehmen die Bedeutung der schulischen Weiterbildung durchaus ernst.

Die Ernsthaftigkeit, mit der sich die FDP mit unseren Argumenten auseinandersetzt, darf wegen der äußerst knappen Begründung allerdings angezweifelt werden.