Neugestaltung Franklinhof


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Unser OB Dirk Elbers hat uns beim Ortstermin am 08.06.2010 aufgefordert, eine Planung für die Neugestaltung als „Grüne Oase“ für die Bürger zu entwickeln.

In den Sommermonaten hat eine Arbeitsgruppe unserer Bürgerinitiative eine Planung für die Neugestaltung „Franklinhof“ erarbeitet, welche wir im Rahmen einer öffentlichen Präsentation am 30.11.2010 vorstellen werden. Das Konzept wurde von der Firma Heusel Architekten in Zusammenarbeit mit Anwohnern erstellt.

Der Termin für die öffentliche Präsentation der Planung Neugestaltung „Franklinhof“ findet am Dienstag 30.11.2010 um 18:30 im Mehrzweckraum der VHS Franklinstraße statt (im Vorhof linke Seite über Turnhalle).

Eingeladen sind hierzu die Mitglieder der Bezirksvertretung 1, die Anwohner und Freunde der Franklinstraße sowie alle Interessierte.

Der Entwurf kann hier heruntergeladen werden.

Platanenfest

Es war ein heißer und schwüler Samstag, doch Gott sei Dank konnten wir unter Bäumen feiern. In entspannter Atmosphäre mit toller Musik feierten wir unser Platanenfest. Wir danken allen Teilnehmen, Sponsoren, Musikern und natürlich den Organisatoren, die das Ganze in sehr kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben.











Platanenfest in der Franklinstraße

Hier gibt es Fotos vom Fest

Nach unserem tollen Erfolg feiern wir am 10. Juli hier in der Franklinstraße unser „Platanenfest“ auf dem Schulhof der VHS.

Wann ?

Samstag, 10. Juli ab 13:00

Wo ?

Schulgelände der VHS, Franklinstraße 41-45, 40479 Düsseldorf

Was ?

– Trinken: Kaffee, Softgetränke, Bier

– Essen: Poffertjes, Kuchen, Salate und mehr

– Livemusik: verschiedene Gruppen

– Spiel und Spass: Clown „Wolfelino“ (13:00-14:30), Spiele für Groß und Klein

center.tv 11.06.2010

center.tv sendete am 11.06 um 17:00 Uhr einen Filmbeitrag über die Franklinstraße und das Friedrich Rückert Gymnasium, das seit vielen Jahren seinen Platz mit der Abendrealschule teilt.

Zitat des Oberbürgermeisters Dirk Elbers beim Ortstermin Franklinstraße:
„… Was ich auf keinen Fall zulassen werde ist, dass man hier auch nur einen Baum ankratzt ! Die Bäume müssen hier bleiben ! Und deshalb bin ich ganz sicher, dass das Grundstück ab heute nicht mehr in Rede steht für diese Maßnahme wie wir sie eigentlich vor hatten. …“



Elbers: „Sie haben gewonnen!“

Gestern, am 08.06 war Oberbürgermeister Dirk Elbers in der Franklinstraße, um sich persönlich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.
Noch vor 2 Wochen hatte die Stadtverwaltung die Teilnahme am Ortstermin des Anregungs-und Beschwerdeausschusses – diesmal mit Begründung der anwesenden Presse – bereits zum zweiten Mal abgesagt. Nun war der OB persönlich gekommen und sorgte bereits nach wenigen Minuten für Applaus bei den anwesenden Anwohner. Er machte deutlich, dass auf dem Gelände der VHS keine der 8 Platanen fallen wird.

Externe Links zum Ortstermin:

Artikel der Rheinischen Post
Artikel der Westdeutschen Zeitung
Artikel der NRZ
Beitrag auf Antenne Düsseldorf

OB Dirk Elbers im Gespräch mit Arnold Igel von der Bürgerinitiative OB Elbers bei der Besichtigung
Interview mit Herrn Elbers

Rheinische Post 28.05.2010

Am 28.05.2010 ist in der Rheinischen Post folgender Artikel veröffentlicht worden:

Franklinstraße: Nicht gegen den Bürgerwillen

Ortstermin gestern an der Franklinstraße: Die Verwaltung sagte
kurzfristig ab. Dennoch erläuterte die Anwohner−Initiative ihren Protest
gegen den Schulneubau. Politiker wollen nun Alternativen prüfen.

Von Christine Zacharias

Pempelfort Der erste Termin wurde von der Stadt kurzfristig abgesagt. Zum zweiten gestern ist die Verwaltung dann nicht erschienen, weil sie erklärtermaßen keine Pressevertreter wünschte. Dennoch war die Resonanz beim Ortstermin am Morgen an der Franklinstraße groß: Gekommen waren zahlreiche Mitglieder des Anregungs− und Beschwerdeausschusses unter seinem Vorsitzenden Franz−Dieter Simons sowie des Schulausschusses. Und natürlich Vertreter der örtlichen Anwohner−Initiative „Pro Franklinstraße“.

Der Sprecher der Initiative, Arnold Igel, erläuterte den Politikern am Ort noch einmal detailliert, worum es den empörten Nachbarn in Pempelfort geht: Nämlich um die Verhinderung der Pläne, auf dem Vorhof des VHS−Gebäudes an der Franklinstraße einen Neubau für die Hermann−Harry−Schmitz−Abendrealschule sowie eine Anwohner−Tiefgarage für zusammen 8,3 Millionen Euro zu errichten. Einer  gleichlautenden Bauvoranfrage hatte der Rat im Juli vergangen Jahres mehrheitlich zugestimmt.

Keine Baulücke

Das fünfgeschossige Neubau−Projekt schließt nach Ansicht der Initiative nicht etwa eine Baulücke, wie die Verwaltung meint, sondern es zerstöre eine besondere städtebauliche Situation vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Demnach sind die beiden dort gegenüberliegenden Vorhöfe damals als bewusst miteinander
korrespondierende „grüne Oasen“ inmitten eines überdurchschnittlich dicht bebauten Quartiers angelegt worden. Diese würden durch den Neubau zerstört. Die Anwohner wollen ferner verhindern, dass fünf 100−jährige Platanen gefällt werden, die dem Bauprojekt beziehungsweise der zweigeschossigen Tiefgarage im Wege wären. Und sie sind der Ansicht, dass sich die Parkplatzsituation an der Franklinstraße durch weitere 500 Abendrealschüler – im näheren Umfeld gibt es bereits drei Schulen – weiter verschärfen würde. Daran ändere auch die geplante Anwohner−Quartiersgarage mit 70 Stellplätzen nichts.

Eine Diskussion kam gestern zwar nicht zustande, Ausschussvorsitzender Simons sagte aber zu, sich dafür einsetzen zu wollen, dass noch einmal alternative Standorte für die Abendrealschule geprüft würden. „Wir können zwar im Ausschuss nichts entscheiden, wollen aber der Verwaltung und allen Fraktionen empfehlen, sich noch einmal ernsthaft mit diesem Thema zu beschäftigen.“

Der Vorsitzende des Schulausschusses, Wolfgang Scheffler (Grüne), betonte, dass dem Rat das Projekt in seiner nun beim Ortstermin bekannt gewordenen Größe so nicht vorgestellt worden sei. Auch er appellierte an die Verwaltung, „ernsthaft Alternativen zu prüfen“. Scheffler: „Es macht ja keinen Sinn, etwas zu realisieren, was die Bürger nicht wollen.“ Auch Ratsherr Alexander Fils (CDU), der noch vor Monaten als Verfechter des Schulneubaus an der Franklinstraße aufgetreten war, schlug gestern moderatere Töne an: „Es haben sich hier viele neue Erkenntnisse ergeben, die nun in allen Fraktionen diskutiert werden müssen. Es ist das Verdienst der sachlichen Arbeit der Anwohner−Initiative, dass die Sensibilität für die Problematik dieses Projektes geschärft wurde.“

Quelle: Rheinische Post Autorin: Christine Zacharias

NRZ 28.05.2010

Am 28.05.2010 ist in der NRZ nachfolgender Artikel erschienen, der sich mit dem Ortstermin in der Franklinstraße befasst. Ein Kommentar zum Fernbleiben der Stadtverwaltung ist auch dabei.

Artikel in der NRZ vom 28.05.2010

Quelle: NRZ

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Kritik an der Stadtverwaltung

Am Ortstermin des Anregungs- und Beschwerdeausschusses hatte die Stadtverwaltung die Teilnahme verweigert. Begründet hatte sie dies mit der Anwesenheit der Presse. Mitglieder des Ausschusses beklagten die Abwesenheit der Verwaltung. Die Grünen bezeichneten das Verhalten in einem offenen Brief an den Oberbürgermeister Dirk Elbers als ungehörig. Die SPD kritisiert die Entscheidung als bürgerfern und kontraproduktiv.

Weitere Links:

Kommentar auf www.derwesten.de

Ortstermin Beschwerdeausschuss am 27.05.2010

Am 27.05 fand der Ortstermin des Anregung- und Beschwerdeausschusses in der Franklinstraße ohne Vertreter der Stadtverwaltung statt.  Die Verwaltung begründete die Absage mit der Anwesenheit der Presse.

Bereits der erste Termin wurde von der Stadtverwaltung – offiziell aus Termingründen – sehr kurzfristig abgesagt, der Termin wurde deshalb verschoben. Die erneute Absage der Stadtverwaltung stieß auf heftige Kritik.

Rheinische Post 21.05.2010

Am 21.05.2010 ist in der Rheinischen Post folgender Artikel veröffentlicht worden:

Franklinstraße: Neuer Termin für die Ortsbegehung

Pempelfort (ch) Die Stadt hat der Anwohner-Initiative „Pro Franklinstraße“ einen neuen Termin für eine Ortsbegehung mitgeteilt, nachdem die erste kurzfristig abgesagt worden war. Die neue Ortsbesichtigung soll nun am Donnerstag, 27. Mai, um 9 Uhr erfolgen.
Dann werden sich Mitglieder des Anregungs- und Beschwerdeausschusses mit Mitgliedern von „Pro Franklinstraße“ auf dem Gelände der Volkshochschule ebendort treffen. Dort können die Mitglieder der Initiative ihre Bedenken vorbringen. Sie wehren sich gegen einen Neubau auf dem VHS-Vorhof, wo eine Abend­realschule einen neuen Standort erhalten soll. Die Anwohner beklagen, dass damit ein städtebauliches Ensemble vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts zerstört werde. Die Stadt ist dagegen der Auffassung, mit dem Neubau werde eine Baulücke geschlossen.

Quelle: Rheinische Post Autorin: Christine Zacharias

Neues Logo

Wir haben ein neues Logo, das schon an einigen Fenstern hier in der Franklinstraße zu sehen ist. In hellem Gelb/Neongrün ist es auch von weitem klar erkennbar.

Rheinische Post 18.05.2010

Am 18.05.2010 ist in der Rheinische Post folgender Artikel veröffentlicht worden:

Pro Franklinstraße: Mit 1500 Unterschriften zum
Rathaus

Pempelfort (ch) Auch nach der kurzfristigen Absage einer Ortsbegehung seitens der Stadt bleibt die Anwohner−Initiative „Pro Franklinstraße“ aktiv. Rund 1500 Unterschriften hat die Gruppe inzwischen für ihr Anliegen gesammelt. Die Mitglieder wollen verhindern, dass an der Franklinstraße auf dem Hof vor dem
VHS−Gebäude ein Neubau für eine Abendrealschule errichtet wird. Nach ihrer Meinung würde damit ein historisches städtebauliches Ensemble zerstört. Zudem müssten acht an die 100 Jahre alten Platanen weichen.
Die Stadt argumentiert dagegen, dass mit dem Neubau eine Baulücke geschlossen werde. Die Initiative will nun Oberbürgermeister Elbers die gesammelten Unterschriften übergeben. Nach Angaben ihres Sprechers habe man bereits die mündliche Zusage für einen Termin beim OB. Ihr Anliegen hat die Gruppe zuletzt bei den Derendorfer Jonges vorgebracht, und auch beim ersten Pempelforter Stadtteilfest war „ProFranklinstraße“ vertreten. Inzwischen habe auch das Fachforum Lokale Agenda Unterstützung signalisiert.

Quelle: Rheinische Post Autorin: Christine  Zacharias

Rheinische Post 13.05.2010

Am 13.05.2010 ist in der Rheinische Post folgender Artikel veröffentlicht worden:

Jonges−Treffen: Bausünden einst und jetzt

Derendorf (ndr) Um Bausünden der Vergangenheit und der Zukunft ging es beim letzten Treffen der Derendorfer Jonges im Vereinshaus des BV 04. So ärgern sich Pempelforter Bürger über einen städtischen Bebauungsplan für die Franklinstraße. Dieser sieht vor, vor der Volkshochschule einen Neubau für eine Abendrealschule, das „Hermann−Harry−Schmitz−Weiterbildungskolleg“, und eine  Anwohnerquartiersgarage zu errichten.

Ralf Busch, der als Vertreter der Pempelforter Bürger die Jonges über die aktuellen Entwicklungen in dem Streit aufklärte, war empört: „Das Gebäude der VHS mit den historischen Platanen, dem ,Vorgarten’ und den Häuser bildet eine Einheit, die so nicht mehr zu finden ist.“ Dass Bäume gefällt, eine Tiefgarage gebaut und die Einheit zerstört würde, bezeichnet er drastisch als eine „Kastration der Franklinstrasse“. Warum die Bürger sich so gegen einen Neubau wehrten, sei schließlich der „besonderen Geschichte“ der Baulücke geschuldet. Die beiden gegenüberliegenden Vorhöfe seien nämlich vor etwa hundert Jahren architektonisch bewusst konzipiert worden und deshalb auch „denkmalwürdig“, so Busch.

Auch bei Pfarrer Carsten Bierei, der an diesem Abend über das 100−jährige Bestehen der Kreuzkirche referierte, ging es um Bausünden, in diesem Fall 70er−Jahre. Damals hatte man in der Kirche den Original−Altar von 1910 entfernt, das Gewölbe abgehängt und „lila“ Stühle aufgestellt. „Vielen Menschen tut das heute weh“, resümierte der Pfarrer. „Damals wurde der Kirche Originalität genommen. Bei der Franklinstraße lässt sich so etwas noch vermeiden“, verwies Busch auf den Handlungsbedarf der Bürger deutlich.

www.pro−franklinstrasse.de

Quelle: Rheinische Post Autorin: Kathrin Dreckmann

Schulstandort statt Wohnquartier

Die FDP hat in einem Brief an die Bürgerinitiative hervorgehoben, dass sie den „Schulstandort in der Franklinstraße stärken“ möchte.  Eine überaus wohlklingende Bezeichnung für

  • eine weitere bauliche Verdichtung der ohnehin schon engen Bebauung
  • die Verdoppelung der Anzahl erwachsener Schüler von 500 auf 1000!!
  • eine Verschärfung der Verkehrssituation trotz Tiefgarage für die Anwohner

Die Franklinstraße als Wohnquartier scheint für die FDP keine Rolle zu spielen, denn darauf wird in dem Schreiben lediglich eingegangen, indem die Tiefgarage als Maßnahme gegen „wildes Parken“ genannt wird. Schade, denn Bürgerinitiative und Anwohner nehmen die Bedeutung der schulischen Weiterbildung durchaus ernst.

Die Ernsthaftigkeit, mit der sich die FDP mit unseren Argumenten auseinandersetzt, darf wegen der äußerst knappen Begründung allerdings angezweifelt werden.

Unsere Argumente für eine Überprüfung und Neubewertung

Argumente für eine Überprüfung und Neubewertung des Planungsvorhabens  Neubau Abendrealschule und Anwohnerquartiersgarage Franklinstraße 41-43 Düsseldorf-Pempelfort

I. Ausgangslage

Die Abendrealschule Hermann-Harry-Schmitz-Weiterbildungskolleg benötigt einen geeigneten Standort für ca. 500 (erwachsene) Schüler. Der Stadtrat hat vergangenen Mai die Planung und Kostenschätzung für den Neubau einer Abendrealschule und Anwohnerquartiersgarage in der Franklinstraße in Pempelfort beschlossen.

Der Neubau soll als Blockrandbebauung entlang der Straße entstehen. Die Anwohnerquartiersgarage ist auf 2 Ebenen unterirdisch unter dem Platanen-Vorhof geplant. Dabei würde der jetzige Vorhof zur Straße hin zugebaut. Die jetzt vorhandenen ca. 70 Schulparkplätze und die über 100 Jahre alten eindrucksvollen Platanen gingen verloren. Die auf den ersten Blick „stimmige“ Bauherrenvorlage hält jedoch einer genaueren Betrachtung nicht stand.

II. Konsequenzen für die Franklinstraße

a) städtebaulicher Aspekt

Es handelt sich um keine Baulücke sondern um eine besondere städtebauliche Situation. Die beiden gegenüberliegenden grünen Vorhöfe in Straßenmitte sind kein Zufall. Sie wurden vor 100 Jahren mit ihrer historischen gründerzeitlichen Bebauung mit dem Baudenkmal auf der einen und dem denkmalwürdigen Schulgebäude auf der anderen Seite bewusst als Bau-Ensemble in dieser Form angelegt. Dieses macht den besonderen Reiz der Straße aus. Beide Gebäude liegen, entgegen der Verwaltung, auf einer Achse und die mittlere Platanenreihe fluchtet in die Mitte beider Höfe. Das stadtbildprägende Ensemble würde durch den neuen Querbau endgültig zerstört.

Das Schulgebäude hat zudem eine besondere Bedeutung als Erinnerungsort. In der NS-Zeit war das jetzige VHS-Gebäude zunächst ein Kriegsgefangenenlager für ca. 500 italienische Kriegsgefangene, später für „Ost-Arbeiter/ innen“ aus Russland und der Ukraine. Bei einem Luftangriff kamen im Luftschutzkeller etliche Anwohner und Kinder des Kindergartens ums Leben. Nach dem Krieg war das Gebäude ein DP-Lager der Alliierten. Das Stadtquartier weist eine hohe Bevölkerungsdichte und bereits jetzt stark verdichtete Bebauung auf mit Anbauten und Hinterhäusern und überschreitet bereits jetzt die Obergrenzen der GFZ (Geschossflächenzahl) um ca. 30 %. Der grüne Vorhof mit seinen 8 gesunden über 100 Jahre alten 25 Meter hohen Platanen ist für das Stadtquartier als grüne Ausgleichsfläche von Bedeutung. Diese „grüne Oase“ im Quartier hat erhebliche Bedeutung für die Wohnqualität und eine familienfreundliche Stadt und würde mit der Umsetzung des Planvorhabens im wörtlichen Sinn „verstellt“. Bei einer Neubebauung und Unterkellerung des Schulhofs ginge diese „grüne Oase“ unwiederbringlich verloren.

Grundlage ist der Durchführungsplan Nr. 5578/27, der nach dem Krieg aufgestellt wurde, wie es im Textteil heißt: „Zur Verringerung der Schulraumnot …“. Dieser Bebauungsplan, aus der Zeit vor Einführung des Bundesbaugesetzes (BBauG), ist heute nicht mehr zeitgemäß.

Gerade städteplanerische Gesichtspunkte, aber auch ökologische und historische Überlegungen sollten zu dem Ergebnis führen, die bisherige Bebauung nicht anzutasten bzw. nicht weiter zu verdichten. Dem Anspruch „ökologische Stadt“ würde Düsseldorf mit dem Erhalt dieses Kleinods in der Franklinstraße am ehesten gerecht.

b. Abendrealschule

Wir haben mit 3 Schulen in der kleinen, schmalen Franklinstraße bereits jetzt eine Standorthäufung. Die Abendrealschule wäre die 4. Schule in der kleinen Straße. Am Standort VHS (schulische Weiterbildung) verdoppelt sich die Schülerzahl von ca. 500 auf ca. 1000 zuzüglich der Lehrkräfte. Die Folge ist eine zusätzliche Belastung durch Verkehr und zusätzlicher Stellplatzbedarf bei gleichzeitigem Verlust von 70 Stellplätzen im Vorhof.

Weder die VHS noch die Abendrealschule wollen diese Standortsituation. Beide Schulen wurden in die Standortüberlegungen nicht ausreichend einbezogen.

c. Verkehrs- und Parkplatzsituation

Bei der VHS und Abendrealschule handelt es sich um volljährige Schüler, von denen viele das Auto benutzen. Die gegenwärtig ca. 70 Stellplätze für die VHS entfallen bei der Neubebauung. Durch die neue 4. Schule wird zusätzlicher Verkehr bis in die Abendstunden in die kleine Franklinstraße hineingezogen und es entsteht erheblicher zusätzlicher Stellplatzbedarf für 1000 Schüler. Im Zuge der Neubebauung würden 90 Stellplätze in der Anwohnerquartiersgarage entstehen, 70 bisher vorhandene Stellplätze im Vorhof gingen aber verloren. Durch den Stellplatzbedarf beider Schulen ergibt sich gegenüber der jetzigen Situation ein deutliches Minus.

Das Ziel, die Parkplatzsituation für die Anwohner zu verbessern, wird durch das Neubauvorhaben nicht erreicht. Die Verkehrs- und Parkplatzsituation würde sich deutlich verschärfen.

III. Weshalb der Plan der Verwaltung der Stadt Düsseldorf neu überdacht und nach Alternativen gesucht werden sollte

  • Der Standort Franklinstraße verkraftet die zusätzliche intensivere Nutzung und Bebauung nicht.
  • Es handelt sich um keine „Baulücke“ sondern um eine besondere stadtbildprägende städtebauliche Situation.
  • Der Vorhof mit 8 über 100-jährigen Platanen ist als „grüne Oase“ wichtig als Ausgleichsfläche für die verdichtete Bebauung im Quartier (GFZ wird bereits um ca. 30 % überschritten).
  • Das Zerstören dieser „grünen Oase“ konterkariert das Düsseldorfer Maßnahmenprogramm Klimaschutz: „Die Schöpfung bewahren“.
  • Die Zerstörung des denkmalwürdigen Ensembles und die „Verstellung“ eines Ortes mit besonderer Historie ist kein Beitrag zur notwendigen und politisch gewünschten Erinnerungskultur. Es ist zu wünschen, die Stadtteil-Geschichte im Wohnquartier öffentlich zu machen.
  • Eine erhaltenswerte städtebauliche Situation würde vernichtet.
  • Die Wohn- und Lebensqualität für Kinder und Familien verschlechtert sich im Wohnquartier.
  • Der Bebauungsplan wurde nach dem Krieg aufgestellt „Zur Verringerung der Schulraumnot …“. Der B-Plan ist heute nicht mehr zeitgemäß und sollte neu aufgestellt werden mit dem Ziel, die historische, grüne, besondere städtebauliche Vorhofsituation zu erhalten.
  • Es wurden in dieser Zeit viele städtebaulichen Fehler gemacht. Diese städtebaulichen Fehler sollte man in 2010 nicht wiederholen.
  • Das Wohnquartier Franklinstraße wäre mit 4 Schulen überproportional belastet.
  • Die Parkplatzsituation würde sich trotz Anwohnerquartiersgarage auf Grund des zusätzlichen Stellplatzbedarfs der Schulen und Wegfall von 70 bestehenden Stellplätzen nicht verbessern sondern deutlich verschärfen.
  • Die behauptete Synergie zwischen VHS und Abendrealschule ist nicht durch Fakten belegt. Es wäre ein Votum der betroffenen Schulen einzuholen.
  • Es sind Standort-Alternativen zu finden, die dem berechtigen Interesse der Abendrealschule wie auch der Anwohner der Franklinstraße gerecht werden. Die Prüfung der Standort-Alternativen sollte transparent gemacht werden. (z. B. Schulen werden in den nächsten Jahren geschlossen / leer stehende Gebäude des Landes / Büroleerstand Düsseldorf 1 Mio. qm).
  • Bei Kosten von gegenwärtig ca. 8,3 Millionen Euro (+/- 30%) dürften alternative Lösungen möglich sein, bei denen die Zerstörungen und Belastungen vermieden werden könnten.

Aus politischen, aus finanziellen, aber vor allem auch aus städtebaulichen Gründen bedarf das vorgesehene Planungsvorhaben einer  erneuten Beratung und Beschlussfassung im Rat der Stadt Düsseldorf. Dort sollte dem in den vorgetragenen Argumenten gebündelten Bürgerwillen aus dem Wohnquartier Franklinstraße wie dem gesamten Stadtteil Rechnung getragen werden.

Argumentationsliste als PDF zum Herunterladen.